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Liebe Patientinnen und Patienten,

Da uns täglich Anfragen aufgrund der Corona-Pandemie erreichen, hier die wichtigsten Informationen für Sie:

Allgemeine Informationen finden Sie auf folgenden Seiten:

Infoseite des Robert-Koch-Instituts (wird täglich aktualisiert) https://www.rki.de/…/Inf…/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: https://www.infektionsschutz.de/

Informationen für Berlin: https://www.berlin.de/sen/gesundheit/themen/gesundheitsschutz-und-umwelt/infektionsschutz/coronavirus/

Podcast von Prof. Christian Drosten, Virologie, Charité, im NDR: https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html

 

Speziell für unsere neurologischen Patientinnen und Patienten:

 

Multiple Sklerose:
Wenn Sie ansonsten in einem guten körperlichen Zustand sind, haben Sie im Infektionsfall grundsätzlich kein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf als gleichaltrige Gesunde.

 

Ein erhöhtes Risiko besteht aber für diejenigen, die eine Therapie bekommen, die das Immunsystem herunterreguliert. Das sind folgende Medikamente: Ocrevus, Rituximab, Lemtrada, Mavenclad – hier gilt: Je länger die letzte Infusion bzw. Einnahme zurückliegt, desto weniger ist das Immunsystem beeinträchtigt. Auch unter Tecfidera und Gilenya kann die körpereigene Abwehr beeinträchtigt sein.

 

Es ist aber keinesfalls sinnvoll, deshalb Ihre Therapien abzubrechen! Versuchen Sie, die allgemein zugänglichen Empfehlung zur Handhygiene etc. strikt einzuhalten und möglichst wenig unter Menschen zu gehen. Sofern möglich, arbeiten Sie von zuhause aus.

 

Sofern nicht bereits erfolgt, ist eine – beim Hausarzt durchzuführende - Impfung gegen Influenza und gegen Pneumokokken absolut empfehlenswert; allerdings ist insbesondere bei Ocrevus und Rituximab ein Impferfolg fraglich – am ehesten ist er in der Mitte zwischen zwei Behandlungen, also in der Regel drei Monate nach der letzten Infusion, zu erreichen.

 

Keine Beeinträchtigung der Abwehr ist zu erwarten bei der Einnahme von Aubagio oder der Therapie mit Copaxone/Clift und den beta-Interferonen (Betaferon, Extavia, Avonex, Plegridy, Rebif) sowie mit Tysabri.

 

Myasthenia gravis, andere Autoimmunerkrankungen:
Bei allgemeiner körperlicher Schwäche, v.a. bei Schluck- und Atemschwierigkeiten, ist das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs erhöht, außerdem bei der Einnahme von Medikamenten, die das Immunsystem unterdrücken, also Azathioprin, Methotrexat, Mycophenolat (Cellcept) Langzeittherapie mit Cortison.

 

Auch hier gilt: Dies ist kein Grund, Ihre Therapie abzusetzen, aber ein Grund, Hygieneregeln strikt einzuhalten, Kontakte zu größeren Menschenmengen nach Möglichkeit zu vermeiden und gegebenenfalls bisher unterlassene Impfungen gegen Influenza und Pneumokokken zügig nachzuholen!

 

Andere neurologische Erkrankungen:
Solange der körperliche Allgemeinzustand und die Lungenfunktion gut sind, besteht nach menschlichem Ermessen kein höheres Risiko als bei Gleichaltrigen. Die Einnahme von Medikamenten, die das Immunsystem nicht beeinflussen, also zum Beispiel Schmerzmittel, Antiepileptika, Antidepressiva, Parkinson-Medikamente und andere, hat keinen Einfluss auf den Verlauf einer etwaigen Corona-Virus-Infektion.

 

Besuch in der Praxis:

Wir bemühen uns sehr, auf ausreichenden Abstand im Wartezimmer zu achten.
Bei Infusionstherapien platzieren wir Sie in ausreichendem Abstand von anderen Patienten.

Wir haben verschiedene Maßnahmen etabliert, um das Risiko von Tröpfcheninfektionen zu minimieren, tragen dafür auch Gesichtsmasken und begrüßen es, wenn Sie zum Praxisbesuch ebenfalls eine Gesichtsmaske tragen.

Wenn Sie zu einer Risikogruppe (höheres Lebensalter, schlechter Allgemeinzustand, Lungenkrankheit, krankheitsbedingte Immunschwäche oder Behandlung mit Medikamenten, die das Immunsystem unterdrücken) gehören und Angst haben, in die Praxis zu kommen, dann sagen Sie Ihren Termin bitte rechtzeitig via Samedi, per E-Mail oder auf dem Anrufbeantworter ab.

Rezeptwünsche können nach Rücksprache mit dem Praxisteam koordiniert werden. Bitte senden Sie uns dafür eine E-mail an praxis[at]neuroberlinmitte.de oder sprechen Sie uns auf den Anrufbeantworter.

 

Wir können unverändert nicht mehr als den jeweiligen Quartalsbedarf an Medikamenten verordnen. Das Risiko von Lieferengpässen bei Medikamenten bleibt klein, solange Hamsterkäufe vermieden werden!

Bleiben Sie gesund!

 


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